Do., 22.01.2026 - 16:45
117,3 Millionen
Menschen weltweit waren Mitte 2025 auf der Flucht
24
aktive Nothilfeeinsätze von UNHCR in 16 Ländern im Jahr 2025.
Bis zu 2 Millionen
Menschen erhielten Nothilfeartikel.
Nur 33 %
der für die UNHCR-Einsätze benötigten Mittel waren 2025 finanziert.

Im Jahr 2025 sah sich UNHCR mit einer Vielzahl von Notlagen und sich verschärfenden langwierigen Krisen konfrontiert, während die humanitären Finanzmittel auf ein noch nie dagewesenes Niveau sanken. Die Flucht- und Vertreibungsbewegungen weltweit blieben auf Rekordniveau. Konflikte, Klimakatastrophen und Zwangsrückführungen führten zu neuen Flüchtlingswellen unter anderem in der Demokratischen Republik Kongo, in Afghanistan, Südsudan oder in Myanmar. Gleichzeitig erforderten die fortdauernden Notlagen im Sudan, in der Ukraine oder in Kolumbien weiterhin kontinuierliche Unterstützung. In 16 Ländern meldete UNHCR 24 aktive Notlagen und leistete Menschen, die oft innerhalb weniger Tage nach Ausbruch einer Krise fliehen mussten, lebenswichtigen Schutz sowie dringend benötigte Hilfe.

Trotz erheblicher finanzieller Einschränkungen mobilisierte UNHCR Notfallteams, stellte lebenswichtige Hilfsgüter bereit und leistete finanzielle Unterstützung, um Familien bei der Deckung ihrer dringendsten Bedürfnisse zu helfen. Millionen von Menschen erhielten in Zeiten extremer Not Zugang zu Schutzdiensten, Unterkünften und wichtigen Informationen. Der Bedarf überstieg jedoch bei weitem die verfügbaren Ressourcen. Die Finanzmittel für 2025 gingen im Vergleich zum Vorjahr stark zurück, was zu drastischen Kürzungen im operativen Bereich führte, obwohl die Zahl der Notsituation zunahm. Dadurch war UNHCR weniger in der Lage, umfassend zu reagieren, und Millionen von Vertriebenen sind weiterhin einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Die Aussichten für 2026 sind äusserst besorgniserregend. Viele der aktuellen Notlagen zeigen keine Anzeichen einer Lösung, während sich in fragilen und von Konflikten betroffenen Regionen neue Krisen abzeichnen. Der Bericht vermittelt eine dringende Botschaft: Ohne eine erhöhte, vorhersehbare und flexible Finanzierung werden die Nothilfemassnahmen weiter überlastet sein, und dies zu einem Zeitpunkt, an dem Schutz und Solidarität dringender gebraucht werden denn je.

 

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FAQ

Worum geht es im UNHCR-Bericht über Notlagen und langwierige Krisen 2025?

Der Bericht beschreibt, wie UNHCR im Jahr 2025 weltweit auf neue Notfälle und langwierige Vertreibungskrisen reagiert hat, und beleuchtet dabei die Auswirkungen, Herausforderungen und den dringenden Finanzierungsbedarf.

Wie viele Menschen wurden 2025 weltweit gewaltsam vertrieben?

Bis Mitte 2025 wurden weltweit schätzungsweise 117,3 Millionen Menschen aufgrund von Konflikten, Gewalt, Verfolgung und klimabedingten Schocks gewaltsam vertrieben.

Wo hat UNHCR 2025 auf Notsituationen reagiert?

UNHCR leitete 24 aktive Nothilfemassnahmen in 16 Ländern, darunter grosse Krisen im Sudan, in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan, in Afghanistan, in der Ukraine und in Myanmar.

Wie wirkten sich die Mittelkürzungen auf die Nothilfe von UNHCR aus?

Aufgrund erheblicher Finanzierungslücken war UNHCR gezwungen, Hilfsprogramme zu kürzen und Personal abzubauen. Dadurch wurde die Reichweite der lebensrettenden Hilfe eingeschränkt, obwohl der humanitäre Bedarf weiter anstieg.

Warum ist eine flexible Finanzierung für humanitäre Notfälle so wichtig?

Eine flexible Finanzierung ermöglicht es UNHCR, bei Ausbruch von Krisen schnell zu reagieren, innerhalb weniger Tage Nothilfe zu leisten und den Schutz in unterfinanzierten oder langwierigen Notlagen aufrechtzuerhalten.