Do., 24.08.2023 - 12:00

Ende dieser Woche sind die Sommerferien für alle Schülerinnen und Schüler in der Schweiz vorbei. Am Montag heisst es auch für die restlichen wieder: Rucksack packen und ab in den Unterricht. Die ersten Tage nach den langen Ferien sind sicherlich schwierig – zu schön war das süsse Nichtstun. Aber: Lernen macht auch Freude. Und Bildung ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Zum Glück steht sie in unserem Land allen zur Verfügung, ein Leben lang. Bildung ermöglicht es jeder Person, ihren ganz eigenen Weg einzuschlagen, sich Fachkenntnisse anzueignen und sich so ein unabhängiges Leben aufzubauen.  
 
Stellen Sie sich nun aber Menschen vor, die von heute auf morgen ihre Heimat verlassen müssen, weil Sie etwa ein Krieg dazu zwingt. Mehr als die Hälfte von ihnen sind jünger als 18 Jahre. Sie werden aus ihrem gewohnten Leben herausgerissen und müssen alles hinter sich lassen. Das bedeutet auch: Sie können nicht mehr zur Schule oder ihr Studium nicht mehr weiterführen. Das sind lange, unerwünschte Zwangsferien ohne Aussicht auf ein Ende. 

Hier greift UNHCR, die UN-Flüchtlingsorganisation ein: Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen, die zur Flucht gezwungen wurden, Zugang zu Bildung zu gewährleisten. Das gibt ihnen ein Stück ihrer verlorenen Jugend zurück und ermöglicht es ihnen, sich trotz der schwierigen Umstände eine Zukunft zu gestalten. Denn wenn sich diese jungen Menschen keine eigenständigen Leben aufbauen können, sind ganze Generationen für den Arbeitsmarkt verloren: Sie können sich in die Gemeinschaften, in denen sie Zuflucht gefunden haben, nicht komplett integrieren oder in ihrem Heimatland nicht beim Wiederaufbau helfen. Bildung bedeutet Hoffnung. Und sie öffnet die Türen zu einem selbständigen, würdevollen Leben – auch in der Fremde.

In der Schule begegnen sich oft Flüchtlinge und Aufnahmegesellschaft, und schaffen so Beziehungen. © UNHCR/ S. Escobar-Jaramillo
In der Schule begegnen sich oft Flüchtlinge und Aufnahmegesellschaft, und schaffen so Beziehungen. © UNHCR/ S. Escobar-Jaramillo

Ein gutes Beispiel dafür ist Arash Bordbar, der heute für UNHCR als Stellvertretender Bildungsbeauftragter arbeitet. Er selber musste als Jugendlicher mit seiner Familie aus Iran flüchten.

"Glauben Sie mir, Bildung ist ein Rettungsanker, der Leben verändern kann und einen Hauch von Normalität im Chaos bietet", sagt er. "Wir sehen jeden Tag die Freude in den Augen der Kinder, die trotz ihrer schwierigen Situation in die Schule gehen und sich so fit für die Zukunft machen können".

Alle Kinder und Jugendlichen auf dieser Welt haben ein Recht auf Bildung – und sollen sich auf den Schulanfang nach den Ferien freuen dürfen. 

Hier erfahren Sie mehr über UNHCRs Bemühungen im Bereich der Bildung. Mit seinem Programm "Aiming Higher" richtet es sich gezielt an junge Menschen, die bereits über eine Grundausbildung verfügen, aber nun gerne ein Studium absolvieren möchten. Dies ermöglicht es ihnen, ihre Chancen auf finanzielle Unabhängigkeit zu verbessern und einen wertvollen Beitrag in der Gemeinschaft zu leisten.  

Programme wie dieses sind nur dank der Hilfe von engagierten Spenderinnen und Spendern möglich. Unterstützen auch Sie einen jungen Flüchtling auf seinem Weg in ein selbständiges Leben! 

Herzlichen Dank! 

Mit 15 Jahren musste Arash Bordbar fliehen. Jetzt setzt er sich dafür ein, dass Flüchtlinge Zugang zu Bildung erhalten.
Mit 15 Jahren musste Arash Bordbar fliehen. Jetzt setzt er sich dafür ein, dass Flüchtlinge Zugang zu Bildung erhalten.